Das JACK Quartet spielt Boulez und Cage
Sa 29.Mär 2025 19.30Als vor zweihundert Jahren Ludwig van Beethoven seine letzten Streichquartette schrieb, reagierten …
Sturm der Leidenschaften
Seine «Fünf Concertini» schrieb der Schweizer Komponist David Philip Hefti als «Hommage an Antonio Vivaldi, der über 500 Solokonzerte komponiert hat. Es sind «Mikro-Konzerte», je eines für die fünf Stimmführer eines Streichorchesters. Allein schon die Überschriften zu den einzelnen Concertini ‒ «blendend», «ätherisch», «samtig», «bittersüss» und «rauschend» ‒ lassen auf ein ebenso leidenschaftliches wie einfallsreiches Ausdrucksspektrum schliessen. Wie einst bei Vivaldi. Selten wird man so ansatzlos, so atemlos ein einen musikalischen Strudel geworfen wie in Mozarts grosser g-Moll-Sinfonie, seiner zweitletzten vom Sommer 1788. Ein Werk voll von kühnen Dissonanzen, schmerzvollen Seufzern, gewagten Modulationen und schroffen Zäsuren. Heiterer, ja übermütig geht es in Mozarts drittem Violinkonzert zu. «Beim Soupée spielte ich das Strasbourger-Concert. Es ging wie öhl, alles lobte den schönen, reinen Ton.», schrieb der junge Wolfgang Amadé 1775 an seinen Vater. Berühmt für einen «schönen, reinen Ton» ist auch Roberto González-Monjas, nicht nur ein vielgefragter Geiger, sondern ein ebenso erfolgreicher Dirigent. Seit dem Sommer 2021 leitet er als Chefdirigent das traditionsreiche Musikkollegium Winterthur, gegründet 1629, und ab September 2024 wird er zudem Chefdirigent des Mozarteumorchesters Salzburg.